Delikatessen Magazin

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Weinknigge-Das war einmal!

Nicht wenige Winzer in Deutschland und der neuen Weinwelt, erzählen sich dieser Tage, dass alte Regeln wie Weißwein zu Fisch oder Rotwein zu Fleisch längst überholt sind. Grundlage für solche Aussagen sind Erfahrungen, die durch Experimentierfreudigkeit gesammelt wurden.

So zum Beispiel eine Weinprobe des Winzers Martin Moore. Seinen Gästen bot er verschiedene Weinsorten an, dazu gab es einen Teller mit mehreren kleinen Häppchen.
Moores Vorschläge waren dabei geräucherte Muschel zu einem Durbanville Hills Sauvignon Blanc oder zum Blauschimmelkäse einem Schluck Chardonnay zu servieren. Ein weiterer war die Kombination von schwarzer Schokolade mit enem Merlot.
Daran merkt man, heute sind beinahe alle Kombinationen erlaubt, solange es dem eigenen Geschmack nicht zu wider ist.

Ebenfalls umgestoßen ist die Idee, dass man bereits an dem Verschluss der Weinflasche erkennt, wie qualitativ hochwertig ein Wein ist. Der Schraubverschluss geht somit nicht mehr als billige Notlösung, sondern vielmehr als Möglichkeit durch, Weine länger lagerbar und frischer zu halten.
Weiterhin wird der Wein seiner Schuld enthoben, wenn er einen Tag nach dem Entkorken nicht mehr genießbar ist. Diesen schwarze Peter bekommt nun der Winzer zugeschoben.

Bei der Lagerung, bleibt alles beim alten. Weinflaschen sollten nach wie vor keinen zu großen Temperaturschwankungen ausgesetzt sein.

Jedoch ist es an der Zeit zu akzeptieren, dass auch Rotwein eine halbe Stunde vor dem Öffnen in den Kühlschrank gestellt werden kann und vielleicht auch sollte.

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