Delikatessen Magazin

Das Blog rund um Schmankerl, Feinkost und Gaumenfreunden

Grüne Wochen in Berlin

Die Grünen Wochen in Berlin hielten auch in diesem Jahr wieder einige Überraschungen aus der Welt der Delikatessen für ihre Besucher bereit. Bereits im letzten Jahr berichteten wir im Beitrag „Internationale Grüne Woche“ über das kulinarische Spitzenevent aus Berlin. Dieses Jahr wollten wir uns selbst ein Bild davon machen und haben uns unters Volk gemischt.

In diesem Jahr stehen neben den Schmankerl aus Armenien, Polen oder Frankreich, die Menschen dahinter im Vordergrund.
Am Stand von Immaculata Mukamugema beispielsweise, gibt es nicht nur Krokodil-Speisen zu kosten. Immaculata erzählt den interessierten Zuhörern auch von ihrer Zeit im Gefängnis in Ruanda. Und nicht nur an ihrem Stand sind die Geschichten der Menschen vergleichsweise genussvoll wie ihre Delikatessen.

Oder die Halle 7.2. Sie erinnert an einen alten arabischen Markt mit allem was dazu gehört. Zwischen den einzelnen Ständen sitzen betagte Herren die auf Trommeln und Flöten die musikalische Untermalung bieten. In derselben Halle gibt es auch Bauchtänzerinnen zu begutachten, die mit verschleierten Gesichtern die typischen Gerichte ihres Landes unterstützen.

Die USA schickte zur Verwunderung aller lediglich einen kleinen Stand ins Rennen, bei dem es Milchshakes zu ergattern gibt. So bleibt aber Zeit sich länger mit dem Betreiber zu unterhalten.

Das diesjährige Partnerland der Grünen Wochen ist Polen, „Polska schmeckt“ ist das Motto. So muss man vor allem nach polnischen Spezialitäten nicht lange suchen.

Auch Deutschland ist bunter und kommunikativer geworden. Edeltraut Liese bietet Schwarzbier aus Brandenburg an. Doch sie ist nicht alleine hier. Ihre 30 Frau starke Trachtengruppe ist mit von der Partie und gemeinsam singen und tanzen sie sich durch die Messe.

Fazit: Man ist gespannt und voller Vorfreude auf das Jahr 2012.

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Internationale Grüne Woche

Ab kommenden Freitag finden die 75. Grünen Wochen in Berlin statt und präsentieren auf insgesamt 115.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche 100.000 Delikatessen aus 56 verschiedenen Ländern und ihren Kulturen. Die Veranstalter erhoffen sich wie immer viel von der größten Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau der Welt.

Neben Wollschweinspeck, Bisonfleisch, Emu-Steaks und Sushi soll es aber auch um den Welthunger und den Klimawandel gehen. 50 Agrarminister haben sich angemeldet um auf den Grünen Wochen über die Landwirtschafts- und Ernährungsindustrie zu sprechen. Ilse Aigner, Bundeslandwirtschaftsministerin, will sich scheinbar in einem grünen Licht präsentieren und ruft bundesweit zu einer ausgewogenen und auf regionalen Produkten basierten Ernährung auf. Dass politische Themen auf der Messe breit getreten werden ist seit Fällen Rinderwahn oder der Lebensmittelkrise von 2008 nichts Besonderes mehr.

Gerne erinnern sich die Veranstalter auch an Geschichten aus Zeiten der Wiederaufnahme der Grünen Wochen nachdem Zweiten Weltkrieg. 1948 glänzte man auf der einen Seite mit einem Kürbis der stolze 40 Kilo auf die Waage brachte. Auf der anderen Seite wurden auch die Aussteller nicht von der Lebensmittelknappheit verschont. Sie hingen Würste und Schinken aus Pappe in viele Stände.

Ein weiterer, stets präsenter Grundgedanke der Messe war der technische Fortschritt in der Lebensmittel- und Agrarindustrie. Er zeigt sich im Laufe der Jahre durch Ausstellungsgegenstände die die aktuellen Entwicklungen darstellten. Solche Ausstellungsstücke waren beispielsweise ein vier Meter hoher Universalschlepper mit 100 PS, eine Eierfrischhaltemaschine in der sich 5.000 Eier drehten oder eine Biogasanlage in den 50er Jahren.
Die heutigen aktuellen Themen drehen sich meist um erneuerbare Energien. Für den 0-8-15-Besucher der Messe dürfte allerdings leicht verwunderlich sein, dass neben dem Zelt mit den besten und teuersten Rindfleisch, Zelte stehen, in denen für Verzicht auf Fleisch geworben wird.

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