Delikatessen Magazin

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Gänseleber – eine Delikatesse mit Beigeschmack

Die französische Gänseleber zeugt nicht nur hierzulande von einem exklusiven und hochwertigen Geschmack. Auch im Weihnachtsgeschäft erweist sich die “Foie gras” als Exportschlager mit Spanien als Hauptabnehmer und Deutschland immerhin noch auf Platz vier.

Von der zurückliegenden Krise ist keine Spur. Mit knapp 19.000 Tonnen produzierten die Franzosen 2009 eine vergleichbare Menge wie im Jahr davor.
In der Abnehmer-Rangliste liegt Deutschland hinter Belgien und Großbritannien. Allerdings ist das diesjährige Weihnachtsgeschäft noch unberücksichtigt geblieben.

Der fade Beigeschmack erklärt sich durch die Haltung, das sogenannte Stopfen der Gänse. Diese vorm der Haltung ist für viele Tierquälerei und ist neben vielen anderen Ländern auch in Deutschland verboten.

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Sterneküche in den eigenen 4 Wänden

Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat nicht nur bei Banken und Zulieferern ihre Spuren hinterlassen. Die Handelskammer lässt verlauten, dass in den Krisenmonaten weit weniger Delikatessen wie Trüffel, Kaviar und Champagner als in den Monaten zuvor. Lediglich die französische Gänseleber erfährt in diesen Tagen einen wahren Exportboom. Allein die Spanier kauften in den ersten 7 Monaten von 2009 386 Tonnen Stopfleber.
Die Franzosen lassen dabei den Trend erkennen, dass bei den Weihnachtsgeschenken, nicht aber bei den Delikatessen gespart wird. Lieber werden Champus, Austern, Lachs und eben Gänseleber gekauft als Gutscheine, Kleidung oder ähnliche Geschenke.

Hierzulande wird der Abschwung noch nicht gar so deutlich. Jedoch ist der Trend, lieber zu Hause zu kochen mittlerweile auch bei der gehobeneren Gesellschaftsschicht angekommen. Auch der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband muss feststellen, dass zumindest die Sternegastronomie harte Zeiten durchmacht.

Auf Firmenebene zeigt sich warum die gute Küche leidet. Auf Grund der Pleite einiger globaler Riesen, fangen auch andere Firmen an zu sparen. Dieser Sparkurs lässt sich beispielsweise bei den Spesen sehr gut durchdrücken. Geschäftsessen, Firmenfeiern mit einem umfangreichen Catering und Tagungen gehen stark zurück. Das merkt auch die Gastronomie. Auch Deutschlands größter Trüffelhändler “Bos Food” muss in diesem Jahr eine Schrumpfung von 2% hinnehmen, und das nach 20 Jahren mit zweistelligem Wachstum.

Die Lieferanten entdecken nun die Hobby-Köche für sich. Die Nachfrage nach Pasteten, Terrinen, sowie Soßen, Fonds, Dressings usw. ist stark gestiegen. So stoßen manche Firmen neue Vertriebskanäle für sich auf, die auch Profit mit sich bringen. Ein positiver Nebeneffekt, auch wenn er den Verlust nicht kompensieren kann.

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