Delikatessen Magazin

Das Blog rund um Schmankerl, Feinkost und Gaumenfreunden

Qualitätsprodukte in der EU

Italienischer Schafskäse ist das tausendste Qualitätsprodukt in der Europäischen Union. Neben dem hessischen Apfelwein, der Ricocotta aus Kampanien oder auch dem korsischen Olivenöl wurde nun der „Piacentinu Ennese“ von der landwirtschaftlichen Kommission geschützt. Dies wird seit 1992 betrieben, ein Qualitätssiegel soll die Erzeugnisse schützen. Darauf zu finden ist die Ursprungsbezeichnung, geografische Angaben sowie der Information, ob es sich um ein traditionelles Produkt handelt.

So sollen die Qualitätsregelungen der EU ursprüngliche Delikatessen, aber zudem noch „neuartige“ Speisen wie die Pizza Napoletana sichern. Die tausendste Registrierung sei folglich eine wichtige Etappe in der Regelung. Dacian Cioloş, landwirtschaftlicher Kommissar der EU, will Tradition und Erbe hervorheben. Der Piacentinu Ennese ist übrigens eine sizilianische Käsesorte mit Safran und schwarzen Pfeffer verfeinert.

Allerdings können auch Drittstaaten ihre Delikatessen in der EU anmelden. So ist denkbar, dass kolumbianischer Kaffe oder auch die chinesische Honigpomelo bzw. der indische Darjeeling-Tee in das Register aufgenommen wird. Aufgrund höherer Professionalität in der Bearbeitung der Listen steigt die Nachfrage nach solch einer Auflistung stark an.

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Sterneküche in den eigenen 4 Wänden

Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat nicht nur bei Banken und Zulieferern ihre Spuren hinterlassen. Die Handelskammer lässt verlauten, dass in den Krisenmonaten weit weniger Delikatessen wie Trüffel, Kaviar und Champagner als in den Monaten zuvor. Lediglich die französische Gänseleber erfährt in diesen Tagen einen wahren Exportboom. Allein die Spanier kauften in den ersten 7 Monaten von 2009 386 Tonnen Stopfleber.
Die Franzosen lassen dabei den Trend erkennen, dass bei den Weihnachtsgeschenken, nicht aber bei den Delikatessen gespart wird. Lieber werden Champus, Austern, Lachs und eben Gänseleber gekauft als Gutscheine, Kleidung oder ähnliche Geschenke.

Hierzulande wird der Abschwung noch nicht gar so deutlich. Jedoch ist der Trend, lieber zu Hause zu kochen mittlerweile auch bei der gehobeneren Gesellschaftsschicht angekommen. Auch der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband muss feststellen, dass zumindest die Sternegastronomie harte Zeiten durchmacht.

Auf Firmenebene zeigt sich warum die gute Küche leidet. Auf Grund der Pleite einiger globaler Riesen, fangen auch andere Firmen an zu sparen. Dieser Sparkurs lässt sich beispielsweise bei den Spesen sehr gut durchdrücken. Geschäftsessen, Firmenfeiern mit einem umfangreichen Catering und Tagungen gehen stark zurück. Das merkt auch die Gastronomie. Auch Deutschlands größter Trüffelhändler “Bos Food” muss in diesem Jahr eine Schrumpfung von 2% hinnehmen, und das nach 20 Jahren mit zweistelligem Wachstum.

Die Lieferanten entdecken nun die Hobby-Köche für sich. Die Nachfrage nach Pasteten, Terrinen, sowie Soßen, Fonds, Dressings usw. ist stark gestiegen. So stoßen manche Firmen neue Vertriebskanäle für sich auf, die auch Profit mit sich bringen. Ein positiver Nebeneffekt, auch wenn er den Verlust nicht kompensieren kann.

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Internationale Grüne Woche

Ab kommenden Freitag finden die 75. Grünen Wochen in Berlin statt und präsentieren auf insgesamt 115.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche 100.000 Delikatessen aus 56 verschiedenen Ländern und ihren Kulturen. Die Veranstalter erhoffen sich wie immer viel von der größten Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau der Welt.

Neben Wollschweinspeck, Bisonfleisch, Emu-Steaks und Sushi soll es aber auch um den Welthunger und den Klimawandel gehen. 50 Agrarminister haben sich angemeldet um auf den Grünen Wochen über die Landwirtschafts- und Ernährungsindustrie zu sprechen. Ilse Aigner, Bundeslandwirtschaftsministerin, will sich scheinbar in einem grünen Licht präsentieren und ruft bundesweit zu einer ausgewogenen und auf regionalen Produkten basierten Ernährung auf. Dass politische Themen auf der Messe breit getreten werden ist seit Fällen Rinderwahn oder der Lebensmittelkrise von 2008 nichts Besonderes mehr.

Gerne erinnern sich die Veranstalter auch an Geschichten aus Zeiten der Wiederaufnahme der Grünen Wochen nachdem Zweiten Weltkrieg. 1948 glänzte man auf der einen Seite mit einem Kürbis der stolze 40 Kilo auf die Waage brachte. Auf der anderen Seite wurden auch die Aussteller nicht von der Lebensmittelknappheit verschont. Sie hingen Würste und Schinken aus Pappe in viele Stände.

Ein weiterer, stets präsenter Grundgedanke der Messe war der technische Fortschritt in der Lebensmittel- und Agrarindustrie. Er zeigt sich im Laufe der Jahre durch Ausstellungsgegenstände die die aktuellen Entwicklungen darstellten. Solche Ausstellungsstücke waren beispielsweise ein vier Meter hoher Universalschlepper mit 100 PS, eine Eierfrischhaltemaschine in der sich 5.000 Eier drehten oder eine Biogasanlage in den 50er Jahren.
Die heutigen aktuellen Themen drehen sich meist um erneuerbare Energien. Für den 0-8-15-Besucher der Messe dürfte allerdings leicht verwunderlich sein, dass neben dem Zelt mit den besten und teuersten Rindfleisch, Zelte stehen, in denen für Verzicht auf Fleisch geworben wird.

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mylugo – einfach sicher einkaufen

Ein neues Online-Shopping-Portal öffnete vor wenigen Tagen seine Pforten für die Öffentlichkeit. Die Plattform “mylugo.de” hat sich vorrangig auf die Fahne geschrieben Sicherheit, Qualität und persönlichen Service in optimierter Form zu bieten.

Hinter der URL stehen die ein oder anderen bekannten Gesichter. Mit im Gründerteam dabei sind Mathias Schmitz, ehemals bei AltaVista, Holger Meyer, den wir von google kennen, sowie Johanna Elliott und Torsten Bade.
Mit zahlreichen Händlern aus Sparten wie Sport, Wein und eben auch Delikatessen wollen sie das Modell, Güter im Internet zu kaufen revolutionieren und mit mehr Sicherheit bei hoher Qualität und einem funktionierenden Kundenservice eine neue Güteklasse des Online-Shoppings anschlagen.

Dabei sind die Regeln streng und die Macher rigoros. Wer Plagiate oder Gebraucht-Produkte einstellt, fliegt aus dem Portal. Der Anbieter packt seine gesamte Produktpalette und geht. Wie so oft handelt es sich um ein Provisionsmodell. Kauft jemand auf mylugo ein Produkt, verdient mylugo prozentual mit. Dabei trägt, wie im Motto mit erwähnt, die Zahlungsmodalität zur Sicherheit bei. Mylugo arbeitet bei der Bezahlung mit der Sparkasse Pfullendorf-Meßkirch und dem Payment-Serviceprovider Tineon, einem Treuhandservice, zusammen. Dieses System des One-Stop-Shopping, bei dem weder der Käufer noch der Verkäufer ein Risiko tragen, kommt erstmalig in Deutschland zum Einsatz.

Der Wehrmutstropfen, neben all den Versprechungen die das Leben und Shoppen einfacher machen, ist die optische Aufbereitung der Seite. Aber davon sollte sich jeder selbst überzeugen.

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Delikatessen Magazin

Hallo Delikatessen-Liebhaber,

dieses Blog dient ab sofort als Anlaufstelle für tagesaktuelle News, Trends und Tipps zu allen Themen rund um Schmankerl, Feinkost und Gaumenfreuden.
Wir versuchen das Blog aktuell zu halten und die interessantesten Infos für euch zu finden.
Über rege Teilnahme, Hintergründe und Diskussionen sind wir sehr dankbar und freuen uns auf hoffentlich viele Kommentare. Natürlich sind wir auch jeder Zeit für Anregungen und Kritik offen.

Viel Spaß im Delikatessen Magazin!
Euer Michael und Nicolas.

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