Delikatessen Magazin

Das Blog rund um Schmankerl, Feinkost und Gaumenfreunden

Sorge bei Bio-Bauern

Wachsende Konkurrenz macht den deutschen Bio-Bauern sehr zu schaffen, zudem werden Kürzungen geplant. Längst bieten Bio-Läden nicht mehr den Einheitsbrei aus den 90er Jahren an, vielmehr gehen sie in den Großstädten Richtung Feinkost und sind hip. Es ist eindeutig ein Aufwärtstrend zu erkennen, worauf solche eine Reaktion der Regierung zum an den Kopf fassen ist.

Der eine Punkt, der den Bauern Sorgen bereitet, ist die starke und zunehmende Konkurrenz aus Osteuropa. Der Zweite und eindeutig heftigere Streitpunkt ist die Entscheidung von FDP und Union, den Fördertopf für den Öko-Landbau auch für anderen Bauernhöfe zu öffnen, der mit 16. Mio Euro jedoch eh relativ arm bestückt ist. In Ländern wie Brandenburg, Schleswig-Holstein und Schleswig-Holstein wird offen über deutliche Reduzierung des Budgets und sogar eine Streichung diskutiert. So würden den Betrieben jährlich ein Betrag von ca. 8000 € fehlen. Das könnte das Aus bedeuten.

Große Sorgen muss man sich für die Bio-Läden trotzdem nicht machen, da das Interesse der Kunden ständig zunimmt, außerdem belegen Zahlen, dass der Zuwachs stärker und schneller als bei Discountern und Supermärkten ist.

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Bio-Shrimps

Unserer Meinung nach hat das Wort “ökologisch” gute Aussichten auf das Wort des Jahres 2010. Denn der Bio-Boom hat sich jetzt auch auf die Garnelenzucht ausgebreitet – scheinbar als Win-Win-Situation für alle Beteiligten.

Reisen-Garnelen werden von Jahr zu Jahr immer beliebter. Sie sind lecker, eiweißreich und lassen sich mit fast allem kombinieren. Doch was in den letzten Monaten den Appetit verderben konnte, waren die Umstände unter denen gezüchtet wird. Dabei hört man in Verbindung mit Garnelenzucht immer wieder von Umweltzerstörung und dem Einsatz von Antibiotika. Daher sind Bio-Garnelen zwar eine teurere aber auch eine qualitativ hochwertigere Alternative.

In Bangladesch gibt es jetzt ein Pilotprojekt für eine ökologische Zuchtanlage von Riesengarnelen. Dabei setzt das Team des Forschungsprojektes BioHatch auf die Larvenzucht, die in reinem Meerwasser geschehen muss. Das Team will es nun schaffen mit technischen Hilfsmitteln die Larven auf ökologisch verträgliche Weise zu produzieren.

Ein Hauptaugenmerk liegt hierbei neben der Umweltverträglichkeit auch auf der Rentabilität. Denn der Schwachpunkt liegt hierzulande und auch anderswo immer noch bei den hohen Preisen für Bio-Produkte. Wenn man die Schäden der konventionellen Produktion auf den Ladenpreis aufschlagen würde, wären die Bio-Garnelen wieder billiger. Davon lässt sich an der Supermarkt-Kasse jedoch keiner umstimmen.

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