Delikatessen Magazin

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Die Kraft des Granatapfels

Der Granatapfel hat nicht nur die Fähigkeit Adam und Eva schwach werden zu lassen. Es wird ihm vieles nachgesagt, nicht aber ungesund zu sein. Er gilt als Frucht mit einem köstlichen Geschmack, er gilt als Heilmittel bei vielen Beschwerden und er gilt als stimulierend und luststeigernd.

Ursprünglich wohl in Indien beheimatet und als Gewürz verwendet, gibt es heute Plantagen überall auf der Welt. Die Verbreitung erfolgte von Persien westwärts über die Türkei hinaus wo er heute auch in Süditalien und Spanien vertreten ist.

Hierzulande bekommt man den Granatapfel nur in Feinkost-Geschäften. Als Saft ist es möglich ihn auch in Supermärkten zu erhalten und in auch in Apotheken, Reformhäusern und Bio-Läden gibt es ihn unter der Bezeichnung “Muttersaft”.

Reich an Vitamin-C, Vitamin-K, Betakarotin sowie an Kalium, Kalzium, Eisen und Flavonoiden gilt er als Waffe gegen einige Erkrankungen. Zu der heilenden Wirkung tragen vor allem auch Polyphenole und Antioxidantien bei.
Die Idee, Granatäpfel seien Allheilmittel stammt aus dem Altertum. Studien der Neuzeit, die beweisen sollten, dass die Frucht tatsächlich heilende Wirkungen hat, waren zwar erfolgreich, jedoch ist ihre Repräsentativität eingeschränkt, da die entsprechenden Versuche nur an Tieren durchgeführt wurden. Gerade aber seine Antioxidantien machen ihn bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu einem sinnvollen Begleiter. So soll ein Glas seines Saftes pro Tag ausreichend sein, um eine Leistungssteigerung des Herzens zu spüren.
Zudem gibt es in der Naturheilkunde die Ansicht, dass der Granatapfel bei Prostatakrebs zumindest eine Vergrößerung des Tumors merklich verzögern kann.

Bei diesen und noch weiteren Thesen, wie die luststeigernde Wirkung, besteht noch viel Bedarf an Forschung. Lediglich eine Sache bleibt weitestgehend unbestritten, nämlich die seines Geschmacks. So sind seine Samen eine gern gesehene Verfeinerung von Wildgerichten oder Desserts.

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