Delikatessen Magazin

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Archive for August, 2013

Pilze sammeln – aber richtig!

In einigen Deutschen Bundesländern steht eine neue Pilzsaison vor der heimischen Haustür. Viele eifrige Frauen werden wieder ihre Männer und Kinder an die Hand nehmen und in den nächstgelegenen Wald fahren um die leckeren kleinen Gewächse zu sammeln. Aber ein paar Sachen gibt es bei all dem Spaß doch zu beachten.

Die größte Gefahr ist die eigene Unachtsamkeit. Selbst die größten Pilzsammler irren sich immer wieder und verwechseln den leckeren essbaren mit den nicht ganz so leckeren giftigen Pilzen. Ein Beispiel in Zahlen: Norddeutschland hat mehr als 200 Pilzarten zu bieten, die giftig sind, jedoch essbaren Pilzen zum Verwechseln ähnlich aussehen.

Ein erster Fehler der häufig begangen wird, ist dir trügerische Ruhe von Fraßspuren an den Pilzen. Nur weil Wildkaninchen den Knollenblätterpilz vertragen, heißt das nicht, dass wir Menschen ebenso immun sind.

Problematisch ist in diesen Fällen häufig der Krankheitsverlauf. In den ersten 10 bis 12 Stunden spürt der Mensch nichts. In dieser Zeit beginnt das Gift allerdings schon zu schädigen. Nach einer kurzen Schmerzphase, hat man das Gefühl, es würde wieder besser. Die darauf folgenden Schmerzen sind unerträglich und oft hilft auch das Auspumpen des Magens nichts mehr.
So kommt es beispielsweise beim Knollenblätterpilz zu Nierenversagen und inneren Blutungen.

Eindeutige Symptome gibt es nicht und wenn sie eintreten ist es oft zu spät. Daher gilt. Wer Abends eine Pilzmahlzeit hatte und danach auch kleinste Gefühle von Unwohlsein spürrt, sollte sofort ins Krankenhaus. Wer erbrechen konnte, sollte Essenreste zur Analyse mitnehmen. Ebenso wichtig ist alle zu alamieren, die am Essen beteiligt waren.
Und vorher gibt es nur ein echtes Gebot – Vorsicht!

posted by Michael in Tipps and have No Comments