Delikatessen Magazin

Das Blog rund um Schmankerl, Feinkost und Gaumenfreunden

Archive for February, 2010

Vapiano – ein neuer Hype

Die Idee ist alt, die ersten seiner Art gibt es bereits seit 2002. Doch erst seit kurzem erlebt die Restaurant-Kette einen wahren Hype. Doch was ist so besonders an dem High-Tech-Schlemmerlokal mit italienischen Gaumenfreuden? Viele kennen die Vorzüge des Vapianos, doch es gibt noch ein paar wenige, die sich noch überzeugen lassen wollen.

Als erstes wird man von einer freundlichen Empfangsdame, oder einem ebensolchen Herren, begrüßt und empfängt eine Plastikkarte die einer Kreditkarte ähnelt. Wer dann nach gemütlichen Polster-Sitzbänken oder langen Ess-Tafeln sucht, sucht vergebens. Lange, hohe Theken mit Barhockern und kleine Tische prägen das Bild. Mit ein bisschen Glück, ist der angemietete Raum groß genug um ein paar Kuschel-Ecken bereit zu stellen. Als erstes sollte man sich einen Tisch suchen, sonst kann es vorkommen, dass man mit seinem Menü auf dem Tablett, Kreise durch das Lokal auf der Suche nach einer neuen Bleibe läuft.

Und dann ist man schon mitten im Bestellvorgang. Man findet sich vor einer langen Theke wieder. Davor stehen hungrige Menschen die nach oben auf die endlos scheinenden Kreidetafeln schauen und nach dem passenden Gericht suchen. Hinter der Theke steht eine Scharr von Köchen die in Akkord-Arbeit jedes Menü frisch zubereiten.
Wichtig ist sich nun in der richtigen Reihe anzustellen. Es kommt selten vor, dass einem sein Wunsch verwehrt bleibt, allerdings sind schräge Blicke nicht verwunderlich wenn man an der Antipasti-Ausgabe eine Orangina bestellt.

An Auswahl mangelt es nicht. Getränke findet man ungefähr genau so viele wie in der Cocktail-Bar nebenan. Auch eine eigene Weinkarte sowie Prosecco und Champagner stehen zur Wahl. Lange warten muss man hier in der Regel auch nicht.

Beim Essen wird der Hungrige ebenso wenig enttäuscht. Salate, Pizza und Pasta in allen erdenklichen Variationen werden hinter einer Glasscheibe vor den Augen des Bestellers zubereitet. Extrawünsche – kein Problem. Viele sind bereits an dem Versuch gescheitert die Soßen und Belege in der heimischen Küche nachzukochen.

Bezahlt wird mit der Plastikkarte vom Anfang. Einfach den Magnetstreifen an das Lesegerät halten und der Betrag ist auf der Karte vermerkt. Gerade bei Pizzen gibt es etwas längere Wartezeiten, da sie im Steinofen gebacken werden. In diesem Fall bekommt man einen großen Summer der anfängt zu vibrieren wenn das Essen fertig ist.

Dann heißt es guten Appetit. Zu sehr fairen Preisen bekommt man hier Gericht die in 99% der Fälle die Erwartungen noch übertreffen. Qualität steht nicht nur geschrieben, sondern wird gekocht.

Der Bezahlvorgang ist genauso unkompliziert wie alles andere zuvor. Am Ausgang, der vorher noch der Eingang war, gibt man die Karte ab und bezahlt was man verzehrt hat.
Kleiner Gag am Rande – in fast jedem Vapiano steht am Ein-/Ausgang eine Schale mit Gummibärchen zur Vor- oder Nachspeise.

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Agrarminister wirbt für goldenes M

Italien – Land des Parma-Schinken, des weißen Trüffels, der Pizza und des Parmesans. Und seit Neuem Land des McDonald’s.
Für unerwartet viel Aufsehen und Wirbel sorgt eine Werbekampagne des US-Fast-Food-Konzerns McDonald’s in dem der italienische Agrarminister Luca Zaia für Hamburger wirbt.

In einer Stellungnahme lies er verlauten, dass durch diese Werbe-Maßnahme monatlich 3,5 Millionen Euro an die italienischen Bauern fließen sollen. Grund dafür ist der McItaly der aus italienischem Rindfleisch, Asiago-Käse und Artschocken gemacht wird.
Freunde machte sich Zaia auch nicht mit der Örtlichkeit dieser Reklame, nämlich der ersten italienischen McDonald’s-Filiale mitten in der römischen Altstadt. Man erinnert sich – 1986, kurz nach der Eröffnung eben dieser Filialie, gründete Carlo Petrini die Slow-Food-Bewegung, heute weltweit für die Bewerbung biologischer Heimat-Produkte bekannt.

Sprecher der italienischen Bauern rechneten der örtlichen Presse vor, wie viel von den veranschlagten 3,5 Millionen Euro tatsächlich bei den Bauern ankommt. Es sei so viel gesagt – nicht der Rede wert. Auch die Aussage Zaia’s, der Hamburger gehöre zur italienischen Identität, sorgte nicht gerade für Standing Ovations.

Und die Kritik reißt nicht ab. McDonald’s darf ein offizielles Siegel der Regierung verwenden, zum Unmut der Opposition, da sowas sonst nur Museen oder Kulturprojekten erlaubt ist.

Von den McDonald’s-Kunden bekommt Zaia, wenn auch nicht immer ganz gewollt, Rückendeckung. 100.000 Stück des McItaly wurden in der ersten Woche verkauft. Weitere Produkt-Ideen sollen nun folgen.

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