Delikatessen Magazin

Das Blog rund um Schmankerl, Feinkost und Gaumenfreunden

Eine Milliarde Frösche pro Jahr

Da es seit 1992 in der Europäischen Union verboten ist, Frösche zu fangen und zu verkaufen, müssen die Mitgliedsstaaten diese Delikatesse importieren. Jährlich 4600 Tonnen Froschschenkel aus Indonesien kommen so in den Staatenbund. Das entspricht einem absolut von 100 bis 200 Millionen Fröschen.

Im Total ist dies für die Jahre 2000 bis 2009 eine Summe von 46.000 Tonnen verspeiste Amphibien – was wiederum einer Anzahl von einer Milliarde Fröschen gleicht. Der Import der EU trage laut Umweltorganisation Pro Wildlife erheblich zum weltweiten Amphibiensterben bei.

Zwar sei eine Schätzung schwer, doch erklärt Pro Wildlife-Biologien Sandra Altherr, dass lediglich 15 Prozent der Frösche aus Zuchtanlagen stammen – der Rest kommt aus Wildfängen. So sei zwar auch die Zerstörung der natürlichen Lebensräume schuld am Aussterben der Tiere, doch den Großteil stelle der übermäßige Konsum an Froschschenkel dar.

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Die Kastanie

Kastanien können imposante Erscheinungen sein. Auf Teneriffa, wo mit 500 Jahren Lebensalter, eine der ältesten Kastanien steht, können sie schon mal bis zu 1000 Jahre alt und 30 Meter hoch werden. Auf der Insel sind insgesamt neun verschiedene Arten zu finden und alle haben sie eine Gemeinsamkeit – erfahrene Köche versüßen mit ihren Früchten die Herbstgerichte.

Obwohl die Blütezeit der Bäume im Mai und Juni ist, wird jetzt geerntet. Geschält kann man an den Kastanien seine ganze Kreativität spielen lassen. Man kann sie kochen, frittieren oder zu Mehl verarbeiten. Glasiert dienen sie auch als süße Nascherei.
Auf den Kanaren werden beispielsweise Kartoffeln oder Avocados mit ihnen gefüllt. Auch Soßen kann man aus ihnen herstellen und zu Fisch oder Fleisch reichen. Und wie oben schon kurz angesprochen ist die Palette aus Naschereien und Kuchen schier endlos.

Wer in diesem Monat noch einmal das Glück haben sollte, die Kanaren zu bereisen, darf sich den Monat der Kastanie in den örtlichen Lokalen nicht entgehen lassen. Im Pabellon der Deportes, Casa de la Castaña ging gerade die dritte Kunsthandwerks- und Kastanienmesse zu Ende. Doch ein Highlight kommt erst noch. In La Victoria wird das Ende des Monats am 29. November mit dem Fest des San Andrés gebührend gefeiert.

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Gerhard Ledwina: Wein

Halt fest dein Glas mit gutem Wein
und lass ihn dir gut munden
Der Wein der ist so wunderbar
wenn Schluck für Schluck getrunken

Halte hoch das Glas mit gutem Wein
den Rebensaft zu preisen
ein Hoch dem Küfer seiner Kunst
lässt ihn so wunderbar reifen

Hebe hoch das Glas mit gutem Wein
und stoße mit Freunden an
ein Viertel das ist nie verkehrt
er zieht dich in den Bann

Hebe hoch das Glas mit gutem Wein
und riech ins Glas hinein
Der Duft der ist betörend fein
so soll es ja auch sein.

©Gerhard Ledwina(*1949)

In diesem Sinne: Genießt euren Wein, wenn Ihr mal wieder eine Delikatesse verspeist :-)

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Delikatessen-Marathon

Am 19. September findet in Saarbrücken erneut ein Hochwald Gourmet-Marathon statt. Um hier teilnehmen zu können muss man allerdings kein Hochleistungsathlet sein, wie der Name vielleicht fälschlicherweise vermuten lässt. Sonntagsjogger sind genauso eingeladen wie konsequente Fitnessmuffel. Die kulinarischen Schmankerl gibt es nämlich nicht nur während des Laufes für die Teilnehmer. Auch das Rahmenprogramm hält einige Delikatessen bereit.

Die Sportler werden neben Müsliriegeln und Bananen auch mit verschiedenen Gaumenfreuden verwöhnt. Anstatt Streckenmarkierungen passieren sie Stände, an denen sie die verschiedensten Genüsse der Saar-Lor-Lux-Region kosten können.

Wer von diesen Delikatessen probieren will, ohne sich vorher in die eng anliegenden Laufhosen zu zwängen, kann in der Innenstadt zwei Tage lang den Gourmet-Markt unsicher machen. Dort gibt es auch Spezialitäten anderer Regionen zur Verkostung.

Auch für die Unterhaltung zwischen den Mahlzeiten ist gesorgt. Als Rahmen-Programm sind Koch-Shows, Kochkurse, Interviews und natürlich die richtige Live-Musik geplant.

Mehr Information sowie Anmeldungen findet ihr auf www.tourismus.saarland.de oder auf www.gourmet-marathon.de.

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Fast Food für die WM

Im Land der Gourmets hätte man so etwas nicht erwartet. In der Vorbereitung auf das WM-Halbfinale bereitet sich die französische Frauenfußballmannschaft mit Fast-Food vor. Statt Delikatessen gibt es Hamburger – eine mentale Stärkung vor dem Spiel am Mittwoch gegen die USA.

Kraft und Ausdauer werden in der Partie besonders wichtig sein, denn von bisher 13 Begegnungen mit den USA gingen 11 verloren; nur eins vor 21 Jahren wurde gewonnen. “Wir werden nicht loslassen und nachgeben, egal, was passiert”, kündigte Frankreichs Mittelfeldspielerin Camille Abily an. “Mit dem Teamgeist werden wir weitere Kräfte freisetzen.” Dennoch warnt sie vor der Nummer 1 der Weltrangliste. Motivation ist allerdings genug vorhanden, denn sie „ gehören zu den vier besten Teams der Welt und wollen noch zwei weitere gute Spiele bei dieser WM bestreiten“, so Bruno Bini, Trainer der Mannschaft.

Die USA haben dennoch auch ihre Erfolge zu verzeichnen. Als Dauergast in der Runde um die letzten Vier, wurden sie 1991 und 1999 Weltmeister. “Frankreich hat ein gutes Team, aber wir sind jetzt der Topfavorit und nehmen das auch an”, sagte US-Verteidigerin Alex Krieger. Es würde keine Selbstläufer werden.

Abby Wambach, welche den 2:2 Ausgleich gegen Brasilien in der Verlängerung der Nachspielzeit schoss, sieht den potenziellen Titelgewinn als „das Wichtigste“ in ihrer Laufbahn an. „Wenn wir ihn nicht holen, ist es auch nicht schlimm, denn wir haben Brasilien geschlagen und das wird für immer bleiben.“ Der Titel sei nur noch ein Bonus für die Mannschaft, dennoch von großer Bedeutung für sie.

Bini sieht seinen Vorteil darin, dass du USA einen Tag weniger Erholungszeit haben, denn sie spielten Samstag – 24 Stunden vor den USA. Pia Sundhage, seine US-Kollegin sieht dies allerdings gelassen und meint, dass es auf Taktik und Technik ankäme, nicht auf die Fitness.

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Gegrillte Wachteln

Eine gegrillte Wachtel ist ein besonderer Gaumenschmaus. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts hat diese Delikatesse Einzug in Europa gefunden, ursprünglich ist es aus Asien. Junge Wachteln werden vor allem gebraten, gegrillt oder geschmort werden.

Spezielle Wachtelfarmen existieren nicht, deshalb finden man die Produkte in Feinkostländen und Geflügelfachgeschäften. Auch gut strukturierte Supermärkte führen vereinzelt Wachteln. Mit einem Gewicht von 150 bis 300 Gramm pro Wachtel, zeigt das weiche Fleisch auch optisch, was es kann. Denn die Schalen können grün, blau, weiß oder gelb sein, sodass sie durchaus auch als Garnitur herhalten können.

Die Wachtelbrust ist gut geeignet für die schnelle Küche. Zart und aromatisch besitzt das Fleisch nur einen geringen Fettanteil und hat eine leichte Wildnote. Man kann es zu Feigen, Äpfeln, Pilzen oder Speck servieren. Zwei bis drei Wachteln pro Person  sollten eingekauft werden.

Am besten wird es auf dem Grill zubereitet. Circa 20 Minuten benötigt es, um gut zu werden. Man sollte sie mit Rosmarin oder Thymian, Pfeffer und Salz würzen, um einen vollen Geschmack zu erhalten.

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Der gesunde Außenseiter: Löwenzahn

Seit Jahrhunderten ist der Löwenzahn inzwischen bekannt als Heilmittel aller Art. Egal ob Pusteblume, Eierbusch oder Kettenblume: Der Löwenzahn enthält wichtige Mineralien, Vitamine, Enzyme und Vitalstoffe, die unserem Körper gut tun.

Zu diesem Thema haben sich Gastronomiebetriebe und Naturpark-Einlaubwirte zusammengetan, um die moselfränkischen Löwenzahnwochen zu veranstalten. Diese laufen noch bis zum 23. April, wo Sie sich zum einen über die gesunde Pflanze informieren können und zum Anderen die Köstlichkeiten rund um den Löwenzahn auf der Zunge zergehen lassen dürfen.

Der Löwenzahn kommt vor allem auf Böden vom Hunsrück bis ins Saartal, auf Wald, Wiese oder Feld vor. Angewiesen ist der Löwenzahn auf die Biene und der Entwicklung der frühen Blüte im Frühjahr.

Empfehlen kann man die jungen, frischen Blätter im Mix mit Salaten, Gemüse oder als Mixgetränk. Als Pesto, Gelee und Brotaufstrich zeigt sich der Löwenzahn als absolute Delikatesse. Nicht nur für den Geschmack ist er gut, auch positive Wirkungen auf Darm, Leber und Galle werden ihm zugesprochen.

Wildkräuterwanderungen, kulinarische Spaziergänge rund um den Löwenzahn, der Waderner Frühling oder das St. Wendeler Bettsaierfest finden in den Aktionswochen statt.

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Qualitätsprodukte in der EU

Italienischer Schafskäse ist das tausendste Qualitätsprodukt in der Europäischen Union. Neben dem hessischen Apfelwein, der Ricocotta aus Kampanien oder auch dem korsischen Olivenöl wurde nun der „Piacentinu Ennese“ von der landwirtschaftlichen Kommission geschützt. Dies wird seit 1992 betrieben, ein Qualitätssiegel soll die Erzeugnisse schützen. Darauf zu finden ist die Ursprungsbezeichnung, geografische Angaben sowie der Information, ob es sich um ein traditionelles Produkt handelt.

So sollen die Qualitätsregelungen der EU ursprüngliche Delikatessen, aber zudem noch „neuartige“ Speisen wie die Pizza Napoletana sichern. Die tausendste Registrierung sei folglich eine wichtige Etappe in der Regelung. Dacian Cioloş, landwirtschaftlicher Kommissar der EU, will Tradition und Erbe hervorheben. Der Piacentinu Ennese ist übrigens eine sizilianische Käsesorte mit Safran und schwarzen Pfeffer verfeinert.

Allerdings können auch Drittstaaten ihre Delikatessen in der EU anmelden. So ist denkbar, dass kolumbianischer Kaffe oder auch die chinesische Honigpomelo bzw. der indische Darjeeling-Tee in das Register aufgenommen wird. Aufgrund höherer Professionalität in der Bearbeitung der Listen steigt die Nachfrage nach solch einer Auflistung stark an.

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Deutsches Schweinefleisch gefragt wie nie

Die deutsche Fleischproduktion ist auf einem Hochpunkt. Rund acht Millionen Tonnen Fleischerzeugnisse sollen 2010 hergestellt worden sein. Dies ist eine Steigerung von knapp 302.000 Tonnen verglichen mit dem Vorjahr.
Besonders Schweine- sowie Geflügelfleisch rückten vermehrt in den Fokus der Erzeuger. Mit 3,8 bzw. 7 Prozent sind die Steigerungen markant. Die Zahl der geschlachteten Rinder hingegen nahm ab, was allerdings EU-weit der Fall sei.
Letztendlich sind es 67,8 Prozent Schweinefleisch, 17,2 Prozent Geflügel und 14,8 Prozent Rind, welche in Deutschland anteilhaft am Gesamterzeugnis produziert werden. Aber auch Ziegen-, Schaf- und Pferdefleisch sind vorhanden. Auch zu beachten ist der steigende Anteil an biologisch hergestellten Produkten.

Grund hierfür sind die zuletzt gestiegenen Zahlen im deutschen Export. Rund 40 Prozent der hergestellten Schweinefleischprodukte werden in das Ausland verkauft. Osteuropäische Länder, aber auch Teile Asiens, fragen deutsches Fleisch wie nie zuvor nach.

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Der Ikramat – Kaviar aus dem Automaten

Der Ikramat (Kaviar heißt auf russisch „Ikra“) macht es vielen Russen möglich, ihren Kaviar aus dem Automaten zu beziehen.

Die Firma Jukra bietet allein in Moskau 30 Automaten an. Sobald der Nummerncode eingetippt und das verlangte Bargeld eingeworfen ist, bekommt man seine Dose Kaviar.

Die Meinungen gehen jedoch auseinander. Die Qualität sei nicht erkennbar, Kaviar gehöre nicht in einen Automaten. Dennoch werde darauf geachtet, dass die Ware frisch sei. Korrekt gekühlt und ohne Konservierungsstoffe komme der Fisch direkt aus dem Osten Russlands.

Schon zu Sowjetzeiten galt Kaviar als eines der am häufigsten konsumierten Nahrungsmittel. Deshalb soll es auch weiterhin möglich sein, alle sozialen Schichten mit jenem zu versorgen. Somit ist Jukra von der Idee abgekommen, nur die Eilte mit ihrem Gut versorgen zu wollen. Automaten stehen nun an zahlreichen Orten.

100 Gramm sind für knapp vier Euro käuflich. Auch eine Familienpackung ist vorhanden. Mit 320 Gramm Inhalt kostet diese etwas 15 Euro.

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